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Filtern: was Mikrometer, Aktivkohle und Membran bedeuten

Alles, was in Tank oder Leitung gelangt, holen Sie später wieder heraus. Ein Filter an der richtigen Stelle hält Sand, Rost, Trübstoffe und Geschmacksstoffe draußen – und je nach Stufe auch Mikroorganismen.

Lesezeit 3 Minuten · Stand September 2026

Warum filtern, bevor das Wasser im Tank ist

Sand und Rost aus alten Leitungen setzen sich am Tankboden ab und geben Biofilm einen Untergrund. Pollen und feine Sedimente trüben das Wasser. Chlor aus stark desinfiziertem Leitungswasser bringt Geruch und Geschmack mit. Ein Filter beim Befüllen hält all das zurück, bevor es im Tank liegt; ein Filter vor der Zapfstelle schützt das, was Sie trinken.

Was die Mikrometer-Angabe bedeutet

Die Feinheit eines Filters beschreibt, ab welcher Größe Partikel zurückgehalten werden. Ein Mikrometer ist ein Tausendstel Millimeter.

StufeHält zurück
Grobes Sieb im SchlauchadapterGroben Sand, Rostflocken, Rohrschmutz
20 µmSand, Rost, gröbere Sedimente
10 µmFeine Sedimente, Pollen, Rostabrieb
1 µmSehr feine Sedimente und Trübstoffe
AktivkohleGelöste Stoffe: Chlor sowie Geruchs- und Geschmacksstoffe
Membranfilter (Ultrafiltration, etwa 0,1 µm)Sehr feine Partikel und, je nach Porengröße, auch Bakterien – Angaben dazu macht der jeweilige Hersteller
UmkehrosmoseEinen Großteil der gelösten Stoffe wie Kalk, Nitrat und Salze – siehe Umkehrosmose

Ein Wert allein sagt wenig. Feiner ist erst einmal besser für die Wasserklarheit, kostet aber Durchfluss und setzt sich schneller zu. Deshalb kommt es auf die Reihenfolge an: zuerst die Partikelstufe, die den Schmutz nimmt, dann die Aktivkohle, die den Rest bindet – und erst dahinter feine Membranen oder eine Osmoseanlage. So bleibt jede Stufe länger sauber.

Was ein Filter kann – und was Aufgabe der Tankpflege bleibt

Ein Partikel- oder Aktivkohlefilter hält Partikel und gelöste Stoffe zurück. Die Behandlung von Mikroorganismen ist Aufgabe der Tankpflege, einer Membranstufe oder einer UV-C-Anlage vor dem Hahn. Wasser, das klar in den Tank kommt, hält sich länger frisch und macht die Reinigung leichter.

So hält der Filter lange

  • Nach dem Befüllen entleeren. Element herausnehmen und an der Luft trocknen lassen.
  • Schattig lagern. Sonne und Hitze im Staufach setzen Filter und Schlauch zu.
  • Elemente nach Herstellerangabe wechseln – häufig alle sechs Monate, früher, sobald Geruch oder Geschmack zurückkommen.
  • Druck beachten. Filtergehäuse haben einen zulässigen Höchstdruck; bei hohem Leitungsdruck einen Druckminderer vorschalten.

Tipp aus der Praxis: Schreiben Sie das Wechseldatum mit Folienstift auf das Filtergehäuse. Nach einem Sommer auf Plätzen mit unterschiedlichem Wasser wissen Sie sonst kaum noch, wann die Kohle zuletzt frisch war.