AquaVitalesTrinkwasserhygiene & Wasseraufbereitung
Bereich · Camping & Reisemobil

Wasser im Reisemobil, Wohnwagen und Boot

Am Wasserhahn beginnt es einfach, an Brunnen, See oder Fluss wird es anspruchsvoll: Je sauberer das Wasser ist, das Sie aufnehmen, desto weniger muss die Technik danach leisten. Wir planen Ihre Wasseraufbereitung, erklären die Pflege und bauen fest installierte Anlagen auf Wunsch ein. In diesem Bereich arbeiten wir mit den Produkten von WM aquatec, für die wir autorisierte Fachhändlerin sind.

Wasser-Kompass

In wenigen Fragen zur passenden Lösung

Wie groß ist der Tank, wo tanken Sie, wie lange steht das Fahrzeug? Der Wasser-Kompass stellt die Fragen, die auch wir im Beratungsgespräch stellen – und zeigt am Ende, welche Bausteine zu Ihrer Nutzung passen: Befüllfilter, Tankpflege, Konservierung, UV-C als Ergänzung.

Der Kompass läuft bei Camping Schorni, unserem Fachhandel für Camperinnen und Camper. Dort werden Sie geduzt – das gehört zur Marke.

Wasser-Kompass öffnen

Was der Kompass abfragt

  • Fahrzeug und Tankvolumen
  • Wasserquellen unterwegs (Zapfstelle, Kanister, Fluss oder See)
  • Standzeiten und Reisegewohnheiten
  • Vorhandene Technik: Boiler, Filter, UV-Anlage

Ergebnis: eine Empfehlung mit Begründung, die Sie speichern oder als Anfrage schicken können.

Die drei Bausteine unterwegs

Befüllen, pflegen, konservieren

Beim Befüllen filtern

Ein Befüllfilter am Schlauch hält Sand, Rost und Trübstoffe zurück; mit Aktivkohle bindet er Stoffe, die Geruch und Geschmack beeinflussen. Für den Schlauch selbst empfehlen wir mehr als die Angabe „lebensmittelecht“: einen Nachweis, dass er für Trinkwasser geeignet ist, etwa ein Prüfzeichen oder Zertifikat. Filterstufen erklärt →

Tank pflegen

Zweimal im Jahr reinigen, entkalken und desinfizieren, dazu jede längere Standzeit – Boiler, Duschbrause und Befüllschlauch gehören dazu. Der Rhythmus →

Konservieren – und auf Wunsch UV-C

Eine Konservierung im Tank bremst die Vermehrung von Bakterien zwischen zwei Reinigungen. Welche Aufbereitungsstoffe und Desinfektionsverfahren für Trinkwasser eingesetzt werden dürfen, legt eine amtliche Liste des Umweltbundesamts fest (§ 20 Trinkwasserverordnung). Die Liste ist eine Positivliste: eingesetzt werden darf, was darauf steht. Silber steht nicht darauf. Die Verordnung erfasst dabei ausdrücklich auch Trinkwasser an Bord von Fahrzeugen, und sie unterscheidet an dieser Stelle nicht zwischen privater und gewerblicher Nutzung. Am deutlichsten betroffen ist, wer Wasser an andere weitergibt, etwa in einem vermieteten Fahrzeug – dort kommt eine Konservierung mit Silber nicht in Frage. Für den eigenen Gebrauch führen wir solche Mittel im Sortiment, und der Hersteller nennt den Frischwassertank als Einsatzbereich. Ob Sie sie einsetzen, bleibt Ihre Entscheidung; eine Empfehlung sprechen wir hier nicht aus. Wer eine zusätzliche Stufe vor dem Hahn möchte, ergänzt eine UV-C-Anlage im Durchfluss. UV-Bestrahlung lässt die Liste nur mit Geräten zu, deren Wirksamkeit in einer biodosimetrischen Prüfung nachgewiesen ist. Wie UV-C arbeitet →

Wenn Sie Ihr Fahrzeug vermieten

Sobald Trinkwasser im Rahmen einer gewerblichen oder öffentlichen Tätigkeit bereitgestellt wird, und dazu zählt die Vermietung, gilt die Anlage im Fahrzeug als mobile Wasserversorgungsanlage. Daran hängen zwei Pflichten, die Sie unmittelbar treffen.

  • Anzeigen. Die Inbetriebnahme und die Wiederinbetriebnahme sind dem Gesundheitsamt spätestens vier Wochen vor Beginn anzuzeigen, ebenso wesentliche bauliche oder betriebstechnische Veränderungen an den wasserführenden Teilen (§ 11 Absatz 2 Trinkwasserverordnung).
  • Untersuchen lassen. Solange das Gesundheitsamt nichts anderes bestimmt, ist das Wasser mindestens einmal im Jahr auf Escherichia coli, intestinale Enterokokken, Clostridium perfringens, coliforme Bakterien und die Koloniezahlen bei 22 und 36 Grad zu untersuchen (§ 29 Absatz 2 Trinkwasserverordnung).

Bei rein privater Nutzung entfallen diese beiden Pflichten. Die allgemeine Anforderung, dass Trinkwasser keine Krankheitserreger in gesundheitsschädlichen Konzentrationen enthalten darf, gilt davon unabhängig. Was für Ihren Fall zutrifft, sagt Ihnen das zuständige Gesundheitsamt.

Filtergehäuse und UV-C-Einheit im Staufach eines Reisemobils, am Filtergehäuse ein Aufkleber mit Datum
Filter und UV-C-Einheit im Staufach eines Reisemobils. Ein Datum am Gehäuse hilft, den Filterwechsel im Blick zu behalten.
Leistungen

Planung, Einbau, Pflege

Anlagenplanung

Wir schauen gemeinsam auf Ihr Fahrzeug: Pumpenleistung, Leitungsführung, Boiler, freie Plätze. So bekommen Sie die Bausteine, die zu Ihrem System passen.

Einbau fest installierter Anlagen

Fest installierte UV-C-Anlagen der UV-8-Serie von WM aquatec bauen wir gegen Aufpreis ein: bei uns in Bunde, auf Caravan-Messen wie der CMT und dem Caravan Salon nach Absprache, oder bei Ihnen zu Hause, wenn Sie auf einem unserer Wege liegen.

Pflege bestehender Anlagen

Reinigung, Entkalkung und Desinfektion vorhandener Wassersysteme – mit einem Rhythmus, der zu Ihrer Nutzung passt.

Produkte für Camping und Reisemobil – Befüllfilter, Tankpflege, Konservierung, UV-C – führt Camping Schorni unter camping-schorni.de.

Was Kunden uns fragen

Drei Sätze, die wir oft hören

Die meisten kommen nicht mit einer Produktfrage, sondern mit einem Satz über ihren Alltag. Hier sind drei davon – und was jeweils dahintersteckt.

„Ich möchte meinen Tank hygienisch befüllen, ohne etwas einzubauen.“

Eine tragbare Aufbereitung kommt zwischen Wasseranschluss und Befüllschlauch. Nichts wird verschraubt, nichts bleibt im Fahrzeug zurück. Dazu gehört die Pflege von Tank und Schlauch – der beste Filter nützt wenig, wenn der Schlauch danach in der Heckgarage liegt.

Ein Koffer hat dabei einen Vorteil, den eine feste Anlage nicht hat: Er wird nicht eingebaut, sondern ausgepackt. Anschließen, durchlaufen lassen, wieder verstauen. Nichts ist verschraubt, nichts verliert an Wert, wenn Sie das Fahrzeug wechseln – und wenn zu Hause einmal das Wasser ausfällt, steht er genauso bereit.

Dazu passt: der Koffer UV-aid+ ECO von WM aquatec. Aktivkohle und UV-C in einem Koffer, am Netz, an 12 Volt oder an einer Powerbank zu betreiben.

„Ich möchte mein Tankwasser zum Trinken und Kochen nutzen.“

Dieser Schritt ist kleiner, als viele denken: Die Trinkwasserverordnung knüpft nicht am Trinken allein an. Erfasst ist auch Wasser zur Körperpflege und zum Reinigen von Gegenständen, die mit Lebensmitteln in Berührung kommen (§ 2 Nummer 1 Buchstaben cc und dd). Zähneputzen, Duschen, Händewaschen, Geschirrspülen, Kaffee- und Nudelwasser – damit ist Ihr Tankwasser längst im Anwendungsbereich, auch wenn das Trinkglas aus der Flasche kommt. „Brauchwasser“ ist kein Begriff der Verordnung, sondern Umgangssprache; außerhalb bleibt erst, was ausschließlich für Zwecke ohne Gesundheitsbezug genutzt wird, etwa eine getrennte Toilettenspülung. Technisch beginnt der Schritt dann nicht beim Gerät, sondern beim System: Reinigung, saubere Befüllung, dann die fest eingebaute Behandlung hinter der Pumpe. Ausgelegt wird nach dem Durchfluss, den Ihre Anlage tatsächlich hat – nicht nach dem Spitzenwert aus dem Datenblatt.

Was die feste Anlage den Koffern voraushat: Sie arbeitet, ohne dass jemand daran denken muss. Jeder Liter, der aus dem Hahn kommt, läuft durch – auch der, den Sie nur schnell für den Kaffee zapfen. Dafür hat sie einen festen Platz und will bei der Planung berücksichtigt werden.

Dazu passt: die UV-8 KLW von WM aquatec, die Aktivkohle und UV-C verbindet. Der Hersteller gibt den Volumenstrom mit 0,3 bis maximal acht Litern pro Minute an. Wie viel Strahlung im Wasser ankommt, hängt am Durchfluss: Das Datenblatt nennt 40 mJ/cm² bei zwei Litern und 10 mJ/cm² bei acht Litern pro Minute. Was diese Zahlen aussagen – und was nicht – steht im Beitrag UV-C: rein physikalisch, im Durchfluss.

„Ich möchte auch ohne Wasseranschluss Wasser entnehmen können.“

Brunnen, See oder Fluss sind vorgesehene Quellen – der Hersteller nennt sie ausdrücklich. Entscheidend sind die Reihenfolge und die Ehrlichkeit über die Grenzen: Eine Pumpe fördert, eine Vorfiltration nimmt Schwebstoffe, UV-C behandelt Mikroorganismen. Gelöste Stoffe entfernt UV-C nicht, und Trübung schirmt die Strahlung ab. Die Vorfiltration ist deshalb keine Zugabe, sondern Voraussetzung. Und eine Grenze bleibt: Aus beliebigem Oberflächenwasser lässt sich mit einer Fahrzeuganlage kein Trinkwasser machen. Zum Koffer, den wir unten vorstellen, gehört ein Aktivkohle-Element. Es bindet laut Gebrauchsanweisung einen Teil der gelösten Stoffe, etwa Chlor und Stoffe, die Geruch und Geschmack beeinflussen, sofern es im Gehäuse sitzt, bei trübem Wasser also erst im zweiten Durchgang nach dem Schmutzpartikelfilter. Ob und wie viel es von Belastungen aus Landwirtschaft oder Industrie zurückhält, hängt vom Stoff, von der Menge und vom Zustand des Elements ab – einen Prüfnachweis dafür haben wir nicht. Ob Wasser chemisch taugt, zeigt nur eine Laboruntersuchung. Je sauberer die Quelle, desto tragfähiger das Ergebnis.

Auch das ist ein Koffer: in wenigen Minuten aufgebaut, ohne Montage, ohne festen Platz im Fahrzeug. Er macht Sie unabhängig von der Frage, ob am Stellplatz ein Hahn ist – und genau diese Unabhängigkeit ist es, auf die es im Ernstfall ankommt, unterwegs wie zu Hause.

Dazu passt: der Koffer UV-aid+ FLOW von WM aquatec, mit integrierter Tauchpumpe für die Entnahme aus externen Quellen. Zum Koffer gehören zwei Filterelemente in 5 Zoll – ein Schmutzpartikelfilter aus Polypropylen mit 1 µm und ein Aktivkohlefilter mit 10 µm (Herstellerangaben) –, aber nur ein Gehäuse: Es passt für beide, bestückt wird es mit einem. Laut Gebrauchsanweisung kommt bei sichtbar verschmutztem Wasser das PP-Element ins Gehäuse, bei klarem die Aktivkohle. Ist beides nötig, fangen Sie das Wasser auf und führen es nacheinander über beide Elemente, bei Bedarf mehrfach – erst das PP-Element, dann die Aktivkohle. Für Wasser aus See oder Fluss steht die Partikelabtrennung an erster Stelle; die amtliche Liste nach § 20 strebt dafür sehr niedrige Trübungswerte an. Welches Element für Ihre Quelle das richtige ist, klären wir im Gespräch.

Welches Gerät zu Ihnen passt – und wie wir dorthin kommen

Welche Variante die richtige ist, entscheidet sich an sechs Fragen. Wir stellen sie in dieser Reihenfolge, und manchmal endet das damit, dass wir Ihnen von der größeren Lösung abraten.

  1. Braucht es überhaupt eine Aufbereitung? Wer aus dem Netz befüllt und den Tank pflegt, braucht oft keine weitere Stufe. „Nichts“ ist eine gültige Antwort.
  2. Woher kommt das Wasser? Netzanschluss, Tankbefüllung, Brunnen oder Oberflächenwasser – das bestimmt die erste Stufe und alles danach.
  3. Was verbraucht das Verfahren? Bei der Umkehrosmose geht ein Teil des Wassers als Konzentrat in den Abfluss; wie viel, steht im Datenblatt des jeweiligen Geräts. Im Fahrzeug mit begrenztem Tank ist das ein ernstes Argument, zu Hause am Netzanschluss kaum eines. Dasselbe Verfahren, zwei verschiedene Bewertungen.
  4. Wie oft und wie lange sind Sie unterwegs? Zwei Wochen im Jahr oder dauerhaft im Fahrzeug. Nicht der Betrieb ist das Problem, sondern der Stillstand dazwischen.
  5. Mobil oder fest eingebaut? Eine mobile Anlage wird zu Hause aufgebaut und mitgenommen – doppelter Nutzen aus einem Gerät. Bei UV-C gilt dieser Vorteil nur für die Koffergeräte; ein fest eingebautes Gerät baut niemand für die Reise aus und zu Hause wieder ein.
  6. Was kostet der Unterhalt? Filterwechsel, Pflege, der Aufwand nach langen Standzeiten. Was im Betrieb mehr kostet, als es nützt, empfehlen wir nicht.

Ein Beispiel, bei dem wir abraten. Wer zwei Wochen im Jahr fährt, bekommt von uns keine fest eingebaute Umkehrosmose empfohlen: Sie verbraucht im Fahrzeug Wasser, das Sie dort nicht übrig haben, sie steht elf Monate still, und für wasserführende Teile ist Stillstand das größere Problem als Betrieb. Der Unterhalt steht dann in keinem Verhältnis zum Nutzen. Praktikabler und deutlich preisgünstiger ist in diesem Fall ein UV-C-Gerät mit einem Aktivkohlefilter davor. Wer die Umkehrosmose dennoch möchte, fährt mit einer mobilen Anlage besser: Sie steht zu Hause und reist mit, statt elf Monate ungenutzt im Fahrzeug zu stehen.

Sagen Sie uns Ihre Antworten auf die sechs Fragen – wir ordnen es ein, bevor Sie etwas kaufen. Das erspart meistens eine Rücksendung.

Beratung anfragen →

AquaVitales berät herstellerübergreifend. Produkte, die wir empfehlen, verkaufen wir über unseren eigenen Shop und verdienen daran. Im Camping-Bereich arbeiten wir derzeit mit den Produkten von WM aquatec, für die wir autorisierte Fachhändlerin sind. Wenn die passende Lösung für Ihren Fall nicht in unserem Sortiment liegt, sagen wir Ihnen das.

Unsicher, welche Kombination zu Ihrem Fahrzeug passt?

Sagen Sie uns Tankvolumen, Boilertyp und wie lange das Fahrzeug im Jahr steht – wir stellen die passende Kombination zusammen.

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Biozidprodukte vorsichtig verwenden. Vor Gebrauch stets Etikett und Produktinformationen lesen.